Kirchentag 2009
Die Ev. Hochschulen waren am Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen mit einem eigenen Stand vertreten. Das Motto lautete:
Eindrücke vom Kirchentag in Bremen
Paradiesisch Studieren – so lautete das Motto, unter dem sich elf Evangelischen Fachhochschulen auf dem Kirchentag in Bremen präsentierten.
Planung und Durchführung des Standes auf der Messe am Markt lagen in den Händen der Fachhochschule des Rauhen Hauses. Eine Vorbereitungsgruppe von Studierenden unter der Federführung von Frau Prof. Dr. Suhr und Frau Kutzke hatte sich frühzeitig an die Planung gemacht.
Mit dem Ziel, die besonderen Stärken und Früchte der kirchlichen Hochschulen zu verdeutlichen, wurde das Motto diskutiert und symbolisch gefüllt, viele Aufgaben verteilt, Details bedacht. Das Ergebnis waren ein einladend gestalteter Stand und gut vorbereitete, ambitionierte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für das vorbei flanierende Kirchentagspublikum. Beim Dienst am Stand wurden wir „Rauhhäusler“ von Studierenden und Lehrenden der weiteren vertretenen Hochschulen unterstützt.
Meine anfängliche Skepsis, ob wir in diesem bunten Gewirr von Ständen und der riesigen Auswahl an Angeboten überhaupt auf das Interesse des Publikums stoßen würden, löste schnell auf. Strategisch gut platziert auf der Messe am Markt strömten die Menschen in unseren Pavillon.
Unsere Verschenk-Bioäpfel waren so begehrt, dass wir sie schließlich rationieren mussten. Unsere Frage Was bedeutet paradiesisch Studieren für Sie? erwies sich als guter Einstieg ins Gespräch. Unser „Baum der Erkenntnis“ hing denn auch bald voll von Pappäpfeln, auf denen die verschiedensten Vorstellungen von paradiesischem Studieren zu lesen waren. – Vorstellungen so bunt und verschieden wie das Kirchentagspublikum.
Gerade diese Buntheit machte für mich den Reiz der Gespräche aus. Da ging es häufig um die schlichte Information, dass es uns ev. Hochschulen überhaupt gibt, wo wir zu finden sind und welche Studiengänge wir anbieten - nach dem Motto „Ach, das macht Kirche auch?“.
Viele interessierte Jugendliche stellten detaillierte Fragen zu Studienbedingungen und –möglichkeiten und berichteten von ihren Entscheidungsprozessen hinsichtlich der Berufswahl.
Dazu passend informierten sich auch Eltern und Lehrer über die Angebote der Evangelischen Fachhochschulen. In einigen Gesprächen war damit die heute immer schwerer werdende Unterstützung der jungen Erwachsenen bei der Berufswahl das Thema. Bei Jung und Alte war das Bedürfnis in „gute Hände“ zu kommen, wie es ein Vater formulierte, spürbar.
Besondere Freude haben mir die Gespräche mit Menschen im mittleren Lebensalter gemacht, die Interesse am Studium kundtaten und noch einmal durchstarten wollen. Auch hier klang die Frage nach einem guten, gangbaren Weg an.
Eine weitere große Gruppe Interessierter bildeten die Studierenden der repräsentierten Hochschulen und die Ehemaligen, die ebenfalls fleißig Äpfel an unseren Baum der Erkenntnis hängten. Man freute sich, uns zu sehen, fragte aber auch: „Was macht ihr denn mit den Äpfeln?“. Diese sollen tatsächlich von der Hochschule ausgewertet werden, um zu einem konkreten Bild von „Paradiesisch Studieren“ zu kommen, das dann hoffentlich Eingang in die Arbeit der Hochschulen findet.
Abschließend stelle ich fest, dass mir die Standdienste viel Freude gemacht haben. Sicher war es anstrengend ständig zu lächeln, aber es kamen ja auch viel Herzlichkeit und gute Stimmung zurück. In einigen Gesprächen gelang es sogar, die Anonymität der Situation aufzuheben und einander menschlich näher zu kommen, sozusagen die Kirchentagsfrage „Mensch, wo bist du?“ mit einem gelächeltem Hier! zu beantworten.
24.5.2009 /
Hiltrud Bühler
Dipl. Soz. Päd. und Studentin der Diakonie (berufsbegleitend) im 4. Semester











