Geschichte
Johann Hinrich Wichern sorgte schon seit den Anfängen 1833 dafür, dass jedes Kind des Rauhen Hauses schulischen Unterricht und eine berufsvorbereitende Ausbildung erhielt. 1874 begründete er eine eigene Schule und nannte sie „Paulinum“. Er legte den Grundstein für ein integratives Modell: Kinder und Jugendliche aus dem Rauhen Haus und Schüler aus Hamburg oder der Umgebung wurden gemeinsam unterrichtet. So sollten Kontakte und Freundschaften über Das Rauhe Haus hinaus entstehen. Schon 1852 wurde das Pensionat „Weinberg“ eingerichtet, in dem Schüler lebten, die nicht Zöglinge des Rauhen Hauses waren und für die Schulgeld erhoben wurde. 1927 erhielt die Schule ihren heutigen Namen und wurde staatlich anerkannt. 1939 wurde sie durch die nationalsozialistischen Machthaber zwangsverstaatlicht, 1943 durch Bomben schwer beschädigt und geschlossen. Erst 1957 konnte die neue Wichern-Schule eingeweiht werden. Im alten Schulgebäude, dem „Paulinum“, ist heute die gymnasiale Oberstufe untergebracht.


