Betreuung und Bildung für Menschen in und um Hamburg.

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Fachforum. Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst.

Das Rauhe Haus veranstaltet regelmäßig Fachtagungen, um Entscheider und Verantwortliche gesellschaftlicher Prozesse zusammenzubringen. Damit geben wir sozialen Themen einen Raum und bringen Veränderungen auf den Weg.

Schwerpunktthema. Religions- und kultursensibel arbeiten

Was gibt mir Kraft? Was macht mich stark? In der Sozialen Arbeit begegnen wir einer Vielfalt an Lebens- und Glaubensvorstellungen. Wir finden es wichtig, darauf in der Sozialen Arbeit stärker als bisher einzugehen. Wir tun dies als Projektgruppe im Rauhen Haus im Auftrag der Leitung seit 2012.

Unser Projekt erforschte zunächst im Bereich der Stiftungsabteilung Kinder- und Jugendhilfe des Rauhen Hauses, wie Religions- und Kultursensibilität in der Jugendhilfe gelingen kann. Wir integrieren diesen Ansatz in die ressourcenorientierte lebensweltliche Pädagogik, sammeln dazu Materialien und Medien.


Bitte vormerken!

7. März 2017 - Tagung „Religions- und Kultursensibilität in der Sozialen Arbeit“
Für Fach- und Führungskräfte
Veranstalter: Diakonie Deutschland und Stiftung Das Rauhe Haus
sowie weitere Kooperationspartner
Tagungsort: Das Rauhe Haus, Hamburg
Mehr Informationen ab November!

 


Deutschlandweiter Austausch

In der zweiten Phase des Projekts religions- und kultursensible Pädagogik suchen wir den Kontakt und Austausch mit weiteren Praxismodellen anderer Träger der Jugendhilfe in Deutschland, die sich ebenfalls mit Religions- und Kultursensibilität befassen. Gemeinsam entwickeln wir diesen Ansatz weiter.

Im Rauhen Haus haben wir begonnen, gemeinsam mit Kollegen die Bedeutung von Religions- und Kultursensibilität auch in anderen Arbeitsbereichen des Rauhen Hauses zu untersuchen. Als wichtiger Teil der lebensweltorientierten Pädagogik wird Religions- und Kultursensibilität zukünftig in das Curriculum der sozialpädagogischen Ausbildung an unserer Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie aufgenommen.

Begleitung durch Beirat

Das Projekt wird begleitet von einem sehr engagierten wissenschaftlichen Beirat, indem ein intensiver interdisziplinärer Austausch stattfindet. Dem Beirat gehören an:  Professor Dr. (i. R.) Alexander Redlich (Universität Hamburg), Professor Matthias Nauerth (Ev. Hochschule Hamburg), Dr. Dörthe Vieregge (Akademie der Weltreligionen), Pastor Kay Kraack (Kirchengemeinde St. Georg), Dr. Peter Marquard (Kinder- und Jugendhilfe, Das Rauhe Haus), Ayse Guezin Altunbay (Kinder- und Jugendpsychiatrie im Universitätskrankenhaus Eppendorf), Christian Lenz (Schulleiter des Kurt-Körber-Gymnasiums, Billstedt), Sylke Kösterke (Projektmitarbeiterin), Michael Tüllmann (Projektleitung). Den Vorsitz hat Pastor Dr. Friedemann Green (Vorsteher Das Rauhe Haus). Mit Professor Dr. Martin Lechner ist eine Kooperationsvereinbarung in Vorbereitung.

Neu im Download
Hier finden Sie die aktuelle Umfrage zum Thema Religions- und Kultursensibilität in der Arbeit mit Flüchtlingen.
Fragebogen

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Orientierung an Ressourcen. Arbeit in der Praxis.

Der zweite Fachtag im Oktober bieten die Gelegenheit, sich mit der Ressourcenorientierung mit Nutzerinnen, im Fall, im Sozialraum und in der Organisation auseinanderzusetzen. Am 27. Oktober setzen sich die Teilnehmenden damit auseinander, wie die beteiligten Protagnonisten arbeiten. Ziel des Fachtags ist die Refelxion und Aktualisierung des professionellen Selbstverständnisses.

Als Referenten sind Prof. Dr. Karsten Speck, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, und Tina Wiesner, Martin-Luther-Universität Halle und Leipzig, sowie Fabian Brückner, OFB Organisationsberatung, Hannover, eingeladen. Nach den Workshops am Nachmittag gibt es zum Abschluss ein Podiumsgespräch.

 

 

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Fachtag 2 - 27. Oktober 2016
Ressourcenorientierung mit
den NutzerInnen, im Fall, im
Sozialraum, in der Organisation

Ansprechpartner:
Dr. Peter Marquard
Stiftungsbereichsleiter Kinder- und Jugendhilfe

Sekretariat: Barbara Stoffers, Britta Franz, Gabriela Herold

Beim Rauhen Hause 21
22111 Hamburg
Tel. 040 / 655 91-131
Fax 040/ 655 91-395
pmarquard(at)rauheshaus.de

Fachtag. Autismus. Sexualität. Menschsein.

Alle Menschen haben eine Sexualität und sollen sie leben. Das ist schon klar. Aber wie ist das für Menschen, die aus dem Autismus-Spektrum kommen und die unterstützt werden? Wie gehen die pädagogischen Unterstützer damit um? Muss die Lust gehen, wenn die Pädagogik kommt? Der Fachtag beleuchtet das Thema aus sehr unterschiedlichen Perspektiven mit einer Reihe sehr spannender Referenten:  Barbara Rittmann, Leiterin des Hamburger Autismus-Instituts, Ralf Specht, vom ISP Institut für Sexualpädagogik, Dortmund, Sascha Schröter, Teamleiter Behindertenhilfe, Stiftung Das Rauhe Haus, Lothar Sandfort, Leiter des Instituts zur Selbst-Bestimmung Behinderter, Trebel, sowie Pia Hoffman, Sexualbegleiterin. Klabauter Theater wird das Thema ebenfalls in kurzen Spielszenen aufnehmen.

Informationen und Präsentationen von der Fachtagung

Danke an alle Teilnehmer des Fachtags am 14. Juli für ihr Interesse, ihre Offenheit und für die vielen positiven Rückmeldungen. Die Präsentationen und Kurzzusammenfassungen der Vorträge finden Sie rechts im Downloadbereich.

 

 

 

 

 

 

 

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Kinderzeit. Ein Recht der Kinder.

In der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe des Rauhen Hauses macht die Gruppe der „erschöpften Familien“ die Mehrzahl aus. Seit 2012 entwickeln und erproben wir Konzepte und Methoden, die direkt der Resilienzstärkung der Kinder zugute kommen. Die Intention ist, in dem wichtigen Zeitfenster der Kindesentwicklung unmittelbar auf die Notlagen der Kinder einzugehen, ohne abzuwarten, ob und wann ihre Eltern durch die ambulanten Hilfen erziehungsfähiger werden.

Blick auf die bestehende Praxis

Bisher fördern die gesetzlichen Rahmenbedingungen der öffentlichen Jugendhilfe eine Fokussierung auf die Eltern und vernachlässigen tendenziell die Entwicklung von Kindern. Viele Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere der Hilfen zur Erziehung, gehen an den Bedarfen der Kinder vorbei. Dies trifft insbesondere in Familien zu, die aufgrund vielfältiger materieller, sozialer und psychischer Belastungen auf längere Sicht nicht in der Lage sind, eine der Kindesentwicklung gerecht werdenden Förderung und Erziehung ihrer Kinder zu leisten. Das Kinder- und Jugendhilferecht zielt auf die Herstellung der Erziehungsfähigkeit der Eltern und verengt so die Hilfemaßnahmen, deren Wirksamkeit zudem häufig als schlecht oder zumindest als langwierig prognostiziert wird.

Praxis neu denken

Die bisher erkennbaren guten Ergebnisse des spendenfinanzierten Projekts „Kinderzeit“ führen zu einer grundsätzlichen Anfrage an die Architektur der öffentlichen Jugendhilfe. Ihre Fixierung auf die Förderung der Eltern zieht eine strukturelle Vernachlässigung der Förderung der Kinder nach sich. Hiergegen zuweilen angeführte Argumente mit dem Hinweis auf den Ausbau der Kindertagesbetreuung, die (sich kaum entwickelnden) Frühen Hilfen und die offene Jugendarbeit laufen insofern ins Leere, als gerade die betroffenen Familien diese Angebote nicht nutzen.

Einen wichtigen Ansatzpunkt für neue Entwicklungen in der öffentlichen Jugendhilfe sieht Das Rauhe Haus nicht nur in einer veränderten Jugendhilfepraxis, sondern auch in einer stärkeren Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz und Jugendhilferecht.  

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Veranstaltungsreihe. Jugendhilfe neu denken.

Sieben Veranstaltungen umfasste die Reihe „Jugendhilfe neu denken“, die der Stiftungsbereich Kinder- und Jugendhilfe des Rauhen Hauses von Juni 2014 bis Februar 2015 durchgeführt hat. Ziele und Methoden der Kinder- und Jugendhilfe sollten hiermit kritisch hinterfragt werden.

Ausgangspunkt war ein wissenschaftliches Interviewprojekt gewesen: Das Rauhe Haus ließ in den Jahren 2012 und 2013 Heranwachsende zu ihren Ressourcen befragen, die ihnen in schweren Zeiten zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse führten zu dem Anliegen, zukünftig in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen stärker auf die Quellen der Kraft einzugehen.

In anderen Veranstaltungen ging es um die kulturelle und religiöse Selbstverortung der Jugendlichen und ihren angemessene Raum in der pädagogischen Arbeit. Es wurden Fragen nach einer möglichen Diskrepanz zwischen Kinderrechten und Elternrechten diskutiert, die Möglichkeiten, Jugendliche stärker in Entscheidungen einbeziehen und die Unterstützung durch gelungene Kooperationen mit Schulen, mit psychiatrischen Angeboten und mit Angeboten für Heranwachsende mit Behinderung. Auch die optimale Ergänzung von Einzelfallhilfen und sozialraumorientierten Angeboten  und der kompetenten Umgang mit Risiken wurde thematisiert. In den Veranstaltungen kamen Praktiker der Sozialen Arbeit, Wissenschaftler, Jugendamtsleiter und Studierende zusammen.

Mit der Veranstaltungsreihe hat das Rauhe Haus einen Beitrag dazu geleistet, dass in die Weiterentwicklung der Jugendhilfe sowohl wissenschaftliche Impulse, als auch eigene Expertise und Praxiserfahrung und vor allem auch die Aussagen der Jugendlichen einfließen.

 

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Jugendhilfe neu denken

Ansprechpartner:
Michael Tüllmann

Beim Rauhen Hause 21
22111 Hamburg
Tel. 040/655 91-339
Fax 040/655 91-395
jugendhilfe-neu-denken(at)rauheshaus.de

Flexibel bleiben. Perspektiven schaffen.

In einem idealen Team arbeiten Kolleginnen und Kollegen aller Altersgruppen gut zusammen: Die jungen bringen frische Ideen und Enthusiasmus mit, die älteren Erfahrung und Gelassenheit.  Im Rauhen Haus werden in fünf Jahren mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden über  fünfzig  Jahre alt sein. Damit verändert sich die Altersstruktur in den Teams.

Mit dieser demographischen Entwicklung sind vielfältige Herausforderungen an Mitarbeitende und Leitungskräfte verbunden, die ab jetzt schon auftreten werden. Das Rauhe Haus hat im Mai 2012 das Projekt „Flexibel bleiben“ gestartet. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung für den demographischen Wandel in Organisationen und damit eng verbunden die Förderung von älteren Mitarbeitenden.

Im Projekt „Flexibel bleiben“ kooperiert Das Rauhe Haus mit den Hamburger Trägern Großstadt-Mission Hamburg-Altona e.V., Stiftung Anscharhöhe und Martha Stiftung. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt hat eine Laufzeit von 2,5 Jahren und wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Rahmen des Programms Rückenwind unterstützt. 

 

              

 

Dezember 2014: Projekt abgeschlossen.

Nach zweieineinhalb Jahren ist "Flexibel bleiben" mit einer Veranstaltung im Dezember 2014 abgeschlossen worden. Alle vier beteiligten Einrichtungen haben von dieser Zeit profitiert. Das Thema der generationssensiblen und altersgerechten Personalentwicklung ist spürbar präsent. Die Ergebnisse des Projekts sind in einer Handreichung zusammen gestellt worden, die heruntergeladen werden kann.

 

 

Diskussion: Wie kann man Widersprüche in der sozialen Arbeit lösen?

In der sozialen Arbeit sind Führungskräfte oft in der Situation, MitarbeiterInnen im Spagat zwischen Ökonomisierung und Werteorientierung auffangen zu müssen. Langfristig gilt es, die soziale Arbeit aufzuwerten, um Widersprüche zu minimieren.

Wie "Mit Widersprüchen umgehen" diskutierten rund 70 Führungskräfte nach dem Vortrag von Prof. Dr. Michael Lindenberg, Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie des Rauhen Hauses in verschiedenen Workshops: „Länger arbeiten und früher aus dem Job“, „Wenn jammern und schimpfen allein nicht mehr entlastet“ und „Stolpersteine und Schmierfett – von der guten Idee zur guten Praxis“. Der Austausch sorgte bei den TeilnehmerInnen für frische Impulse und neue Ideen zu, Widersprüche transparent zu kommunizieren und Belastungen offen zu benennen.

Die Veranstaltung am 3. April 2014 im Diakonischen Werk wurde von drei Projekten des Programms rückenwind, das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird, organisiert:

„Alternsgerechte Arbeitsplatzgestaltung in evangelischen Kitas – Potenziale und Perspektiven“, Diakonisches Werk, Hamburg

„Flexibel bleiben – altersgerechte und generationssensible Personalentwicklung in sozialen Arbeitsfeldern“, Das Rauhe Haus, Hamburg

„fit for care – Optimierte Personalentwicklung von und durch Führungskräfte in Pflegeeinrichtungen“, Diakonisches Werk, Hamburg

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