Betreuung und Bildung für Menschen in und um Hamburg.

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Fachforum. Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst.

Das Rauhe Haus veranstaltet regelmäßig Fachtagungen, um Entscheider und Verantwortliche gesellschaftlicher Prozesse zusammenzubringen. Damit geben wir sozialen Themen einen Raum und bringen Veränderungen auf den Weg.

Theorie und Praxis jugendhilfepolitischer Entwicklungen.

 

Bei der Tagung am 28. Juni 2017 im Wichern-Saal mit rund 100 Teilnehmenden wurden aktuelle Fragestellungen vorgestellt: SGB VIII-Reform, Bedingungen für eine gelingende Professionalität und Optionen für eine Kultivierung flexibler Hilfen. Es war eine interdisziplinäre Veranstaltung mit Gästen aus vielen Teilen des Bundesgebietes, die auch Gelegenheit zum Austausch bot zwischen Leitungskräften und Mitarbeitenden des öffentlichen Trägers, d.h. aus verschiedenen Jugendämtern Hamburgs und der Fachbehörde BASFI mit den freien Trägern. Engagierte Referentinnen und Referenten verschiedener Universitäten vermittelten ein Bild aktueller Entwicklungen und Herausforderungen. Das Programm und den Vortrag von Prof. Dr. Thomas Klatetzki von der Universität Siegen finden Sie im Downloadbereich, die Beiträge von Prof. Dr. Karin Böllert, Universität Münster, und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Uwe Otto von der Universität Bielefeld folgen demnächst.  

 

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Bundesweite Tagung: Religions- und Kultursensibilität in der Sozialen Arbeit.

Bei der Tagung am 7. März 2017 in Hamburg, zu der die Diakonie Deutschland und die Stiftung Das Rauhe Haus einladen, geht es in den Vorträgen, den Workshops und der Podiumsdiskussion um die Stichpunkte Glaube als Ressource, die Zukunft des Religiösen in der täglichen Arbeit, Vielfalt und Haltung. Die Tagung richtet sich an Fach- und Führungskräfte.
Das Programm sowie alle Informationen zur Tagung finden Sie rechts im Downloadbereich. Wir freuen uns, wenn Sie teilnehmen!

Inhalt der Tagung im Rauhen Haus

Die religiöse Orientierung gehört zum Identitätskern jeder Diakonie. Sie wird verschieden gelebt und je nach Aufgabenfeld unterschiedlich mit der fachlichen Arbeit verwoben. Fortschreitende Säkularisierung und parallel verlaufende religiöse Pluralisierung bilden ein sehr dynamisches gesellschaftliches Bezugsfeld für das religiöse Verständnis diakonischer Angebote.

Lebensglaube und Konfessionalität

Seit einigen Jahren gibt es – ausgehend von der Kinder- und Jugendhilfe – eine neue Aufmerksamkeit für die große Bedeutung, die ein individueller Lebensglaube für die Wirkung sozialer Arbeit haben kann. Untersuchungen zeigen, dass insbesondere Menschen mit vielfach belasteten Biographien, wie jugendliche Flüchtlinge oder Mitglieder erschöpfter Familien, das Vertrauen auf eine transzendente Kraft als Ressource und hilfreiche Orientierung erleben. Hier ist die Diakonie mit ihrem religiösen Grundverständnis und ihrer religiösen Kompetenz angefragt und ein wichtiger Ansprechpartner für ein Thema, dessen politische Bedeutung in der multireligiösen Gesellschaft konstant zunimmt. Es geht darum, das Verhältnis zwischen Konfessionalität und Fachlichkeit diakonischer Angebote neu zu bestimmen und die Grundüberzeugung aller in der Diakonie neu zu buchstabieren, dass der Glaube eine Hilfe zum Leben ist.

Fragen, die im Rahmen des bundesweiten Fachtags diskutiert werden: Wie kann das unter den Bedingungen religiöser Toleranz geschehen? Welche praktischen Beispiele gibt es bereits? In welchen Feldern der Sozialen Arbeit tauchen welche religiösen Fragestellungen auf?

 

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Fachtag 7. März 2017
Religions- und Kultursensibilität
in der Sozialen Arbeit

Information und Organisation:
Julia Hamann, Uwe Mann van Velzen
Beim Rauhen Hause 21
22111 Hamburg
Tel. 040/655 91-342
Fax 040/655 91-230

rkstagung(at)rauheshaus.de

Fachtagung: Quartiersentwicklung als Chance für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf?

In der gegenwärtigen Inklusionsdebatte ist der Personenkreis der Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und komplexem Unterstützungsbedarf nicht ausreichend berücksichtigt. Das Bundesteilhabegesetz und das Pflegestärkungsgesetz III lassen hinsichtlich ihrer Teilhabechance eher eine Verschlechterung befürchten. 

Die Fachtagung, die vom 16. bis 17. März im Wichern-Forum stattfindet, soll unter anderem diskutieren, unter welchen Bedingungen diese Menschen in die Entwicklung inklusiver Quartiere mit einbezogen werden können. 

In Vorträgen und Workshops berichten Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Bereichen von ihren Erfahrungen, sowohl aus wissenschaftlicher, als auch aus politischer und sozialer Perspektive. Zu Worte kommen auch diejenigen, die von den Veränderungen betroffen sind: Menschen mit Einschränkungen im kognitiven Bereich und komplexem Unterstützungsbedarf.

Die DHG-Fachtagung wird gemeinsam mit der Stiftung Das Rauhe Haus ausgerichtet. Weitere Informationen sowie den Link zur Anmeldung über die Homepage der DHG finden Sie rechts im Downloadbereich.

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Fachtagung 16. und 17. März 2017
Quartiersentwicklung: Chance für
Menschen mit komplexem
Unterstützungsbedarf?

Carsten Krüger, Stiftungs-
bereichsleiter Teilhabe mit Assistenz

Beim Rauhen Hause 21
22111 Hamburg
Tel. 040/655 91-242
Fax 040/655 91-395

ckrueger(at)rauheshaus.de

Fachtagung: Zwischen Recht auf Autonomie und unterlassener Hilfeleistung

Wir haben in Deutschland ein insgesamt gut ausgebautes psychiatrisches Versorgungssystem. Dennoch weist es für bestimmte Erkrankte gravierende Lücken auf: Betroffen sind diejenigen, die in einer Phase ihrer Erkrankung ihre Hilfsbedürftigkeit nicht mehr erkennen können oder krankheitsbedingt nicht in der Lage sind, Hilfen einzufordern und anzunehmen.

Dies führt zum Gegenteil dessen, was Autonomie bedeutet: Es kommt eher zu Zwangseinweisungen, häufiger zu Aufnahmen in die Forensik und oder den Strafvollzug, zu Wohnungslosigkeit sowie zu schweren Schäden an der materiellen oder sozialen Situation bei den Betroffenen und auch zu Schäden gegenüber Dritten.

Mit der Fachtagung wollen wir diesen Diskurs öffentlich fortsetzen. Wir wollen die ethische Debatte einschließlich der Sicht der Psychiatrie-Erfahrenen und ihrer Angehörigen führen. Gemeinsames Ziel ist es, Behandlung zu ermöglichen, Zwangsmaßnahmen zu vermeiden und massive Folgeschäden zu verhindern. Wir laden ein, an diesem Diskurs teilzunehmen.

Die Fachtagung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bundesverbands der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V., Bonn, des Landesverbands der Angehörigen psychisch Kranker Hamburg e.V. sowie der Stiftung Das Rauhe Haus. Das Programm und die Tagungsunterlagen sowie die Anmeldung finden Sie rechts im Downloadbereich.

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Fachtagung 27. April 2017
Zwischen Recht auf Autonomie
und unterlassener Hilfeleistung

Ansprechpartner:
Wolfgang Bayer, Stiftungs-
bereichsleiter Sozialpsychiatrie

Beim Rauhen Hause 21
22111 Hamburg
Tel. 040/655 91-131
Fax 040/655 91-395
sozpsych-altenhilfe(at)rauheshaus.de

Schwerpunktthema. Religions- und kultursensibel arbeiten

Was gibt mir Kraft? Was macht mich stark? In der Sozialen Arbeit begegnen wir einer Vielfalt an Lebens- und Glaubensvorstellungen. Wir finden es wichtig, darauf in der Sozialen Arbeit stärker als bisher einzugehen.

Begonnen haben wir unsere Auseinandersetzung mit dem Thema zunächst im Bereich Kinder- und Jugendhilfe des Rauhen Hauses. In der zweiten Phase des Projekts religions- und kultursensibler Pädagogik haben wir Kontakt mit anderen Trägern der Jugendhilfe in Deutschland aufgenommen, die sich ebenfalls mit Religions- und Kultursensibilität befassen.

Im Rauhen Haus untersuchen wir gemeinsam mit Kollegen die Bedeutung von Religions- und Kultursensibilität in anderen Arbeitsbereichen der Stiftung. Als wichtiger Teil der lebensweltorientierten Pädagogik wird Religions- und Kultursensibilität zukünftig in das Curriculum der sozialpädagogischen Ausbildung an unserer Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie aufgenommen.

 

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Projekt religions- und
kultursensible Pädagogik

Ansprechpartner:
Michael Tüllmann

mtuellmann(at)rauheshaus.de
Sylke Kösterke

skoesterke(at)rauheshaus.de

Beim Rauhen Hause 21
22111 Hamburg
Tel. 040 / 655 91-796
Fax 040/ 655 91-395

Kinderzeit. Ein Recht der Kinder.

In der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe des Rauhen Hauses macht die Gruppe der „erschöpften Familien“ die Mehrzahl aus. Seit 2012 entwickeln und erproben wir Konzepte und Methoden, die direkt der Resilienzstärkung der Kinder zugute kommen. Die Intention ist, in dem wichtigen Zeitfenster der Kindesentwicklung unmittelbar auf die Notlagen der Kinder einzugehen, ohne abzuwarten, ob und wann ihre Eltern durch die ambulanten Hilfen erziehungsfähiger werden.

Blick auf die bestehende Praxis

Bisher fördern die gesetzlichen Rahmenbedingungen der öffentlichen Jugendhilfe eine Fokussierung auf die Eltern und vernachlässigen tendenziell die Entwicklung von Kindern. Viele Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere der Hilfen zur Erziehung, gehen an den Bedarfen der Kinder vorbei. Dies trifft insbesondere in Familien zu, die aufgrund vielfältiger materieller, sozialer und psychischer Belastungen auf längere Sicht nicht in der Lage sind, eine der Kindesentwicklung gerecht werdenden Förderung und Erziehung ihrer Kinder zu leisten. Das Kinder- und Jugendhilferecht zielt auf die Herstellung der Erziehungsfähigkeit der Eltern und verengt so die Hilfemaßnahmen, deren Wirksamkeit zudem häufig als schlecht oder zumindest als langwierig prognostiziert wird.

Praxis neu denken

Die bisher erkennbaren guten Ergebnisse des spendenfinanzierten Projekts „Kinderzeit“ führen zu einer grundsätzlichen Anfrage an die Architektur der öffentlichen Jugendhilfe. Ihre Fixierung auf die Förderung der Eltern zieht eine strukturelle Vernachlässigung der Förderung der Kinder nach sich. Hiergegen zuweilen angeführte Argumente mit dem Hinweis auf den Ausbau der Kindertagesbetreuung, die (sich kaum entwickelnden) Frühen Hilfen und die offene Jugendarbeit laufen insofern ins Leere, als gerade die betroffenen Familien diese Angebote nicht nutzen.

Einen wichtigen Ansatzpunkt für neue Entwicklungen in der öffentlichen Jugendhilfe sieht Das Rauhe Haus nicht nur in einer veränderten Jugendhilfepraxis, sondern auch in einer stärkeren Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz und Jugendhilferecht.  

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