Betreuung und Bildung für Menschen in und um Hamburg.

Verlag und Shop

Respekt. Religions- und kultursensible Pädagogik:
Newsletterthemen Februar 2016

Projekt religions- und
kultursensible Pädagogik

Ansprechpartner:
Michael Tüllmann

mtuellmann(at)rauheshaus.de
Sylke Kösterke

skoesterke(at)rauheshaus.de

Beim Rauhen Hause 21
22111 Hamburg
Tel. 040 / 655 91-339
Fax 040/ 655 91-395
mtuellmann(at)rauheshaus.de

Schwerpunkt 2016
Religions- und Kultursensibilität wirksam werden lassen.

Im Rauhen Haus wird Religions- und Kultursensibilität zum Schwerpunkt – mit ganz praktischen Folgen für unsere Personal- und Organisationsentwicklung. Gleichzeitig tauscht sich das Projektteam deutschlandweit mit Trägern der Jugendhilfe aus, um die eigenen Ansätze gemeinsam weiterzuentwickeln.

Innerhalb der Stiftung arbeiten wir an der Frage, wie sich die in der Jugendhilfe entwickelte religions- und kultursensible Pädagogik auf andere Arbeitsbereiche im Rauhen Haus übertragen lässt. Und wie werden Kolleginnen und Kollegen mit diesem Ansatz vertraut? So wird Religions- und Kultursensibilität im Rauhne Haus zum Schwerpunktthema. 

Eine Aufgabe für die Personalentwicklung

Die religions- und kultursensible Pädagogik soll in die Personal- und Organisationsentwicklung eingebunden werden. Das Projektteam konzipiert Curricula für die zum Rauhen Haus gehörende Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie und erprobt Methoden zur Einführung der religions- und kultursensiblen Pädagogik in die Personal- und Institutionsentwicklung, in Jugendhilfeeinrichtungen und in die pädagogische, sozialpädagogische und diakonische Ausbildung.

Organisationsübergreifend vernetzen

Das Projektteam besucht thematisch verwandte Projekte in anderen Regionen. Mit anderen Trägern der Jugend- und Familienhilfe wird das in der Broschüre vorgestellte sozialpädagogische Handlungskonzept diskutiert und weiterentwickelt. Besonders wertvoll sind die dabei zur Sprache kommenden Praxiserfahrungen mit individuellen Glaubensvorstellungen und Glaubenserfahrungen. Dieser Austausch bringt zugleich die organisationsübergreifende Vernetzung fachlich interessierter Pädagoginnen und Pädagogen voran.

Dialog fördern

Und last but not least wird untersucht, welche gesellschaftlichen, religiösen, fachlichen und persönlichen Barrieren den Dialog über Glaubensfragen auf Augenhöhe bisher oft be- oder verhindern. Was steht der Etablierung eines Diskurses zwischen sozial- und religionspädagogischen Fragestellungen beziehungsweise zwischen kulturellen und theologischen Aspekten und Positionen entgegen? Und wie kann man diese Hindernisse aus dem Weg räumen?

 

Zur Themenübersicht

Eine Aufgabe für die Personalentwicklung.

Gemeinsam mit dem Jugendpastoralinstitut Don Bosco in Benediktbeuern arbeiten wir an religions- und kultursensiblen Strategien für unsere Personalentwicklung.  

Am 20. Oktober waren wir zu Gast am Institut für praktische Theologie (IPT) mit Schwerpunkt Jugendpastoral an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern. Wir tagten mit unseren dortigen Kooperationspartnern Prof. Dr. Martin Lechner, dem Lehrstuhlinhaber und Institutsleiter, sowie der dortigen Bildungsreferentin, der Diplom-Theologin und Diplom-Sozialpädagogin (FH), Angelika Gabriel.

Personalentwicklung wird Schwerpunkt

Gemeinsam legten wir fest, dass 2016 die Personalentwicklung das Schwerpunktthema unserer seit 2009 bestehenden Kooperation zur Religions- und Kultursensibilität sein wird. Der interreligiöse Dialog braucht in der Praxis der Jugendhilfe die gründliche Reflexion der eigenen Haltung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie spezifische Kenntnisse und methodisches Können.

Wissenschaft unterstützt berufliche Praxis

Wir bauen bei der Bearbeitung dieses Themas auf eine gute Zusammenarbeit mit der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie des Rauhen Hauses hier in Hamburg sowie mit der Hochschule Benediktbeuern und Instituten der Fort- und Weiterbildung. 

Zur Themenübersicht

Jugendmigrationsarbeit. Wie schaffen wir das?

Große Aufgaben warten auf Staat, freie Träger und Kirchen gerade bei der Integration der jüngeren Flüchtlinge. Am 6. November 2015 waren wir in Berlin bei der Fachtagung "Refugees welcome? Junge Flüchtlinge - Zugänge ermöglichen Teilhabe sichern" der Diakonie Deutschland in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit auf dem Podium und in Arbeitsgruppen mit dabei.

Integration braucht Religions- und Kultursensibilität

Die Veranstaltung wandte sich vor allem an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Jugendmigrationsarbeit. Allen Teilnehmern war auf dieser Veranstaltung bewusst, welche neuen großen Aufgaben auf Staat, freie Träger und Kirchen zukommen. Die Religions- und Kultursensibilität spielt hierbei eine große Rolle. Einseitige Anpassungserwartungen bewirken keine nachhaltige Integration und führen zu Parallelgesellschaften.

 

Zur Themenübersicht

Dialog. Mit jungen Menschen ins Gespräch kommen.

Wie gelingt in der Offenen Jugendarbeit und der Jugendhilfe das Gespräch mit jungen Menschen über Glaubens-, Sinn- und Wertfragen? Das war die Schlüsselfrage bei dem halbtägigen Workshop in Hamburg-St. Georg, den Sylke Kösterke im November gestaltete. Das „Schorsch“, ehemaliges Haus der Jugend der Kirchengemeinde St.Georg-Borgfelde und des Bezirksamts Hamburg-Mitte, wird zum Integrations- und Familienzentrum St. Georg (IFZ). Im „Schorsch“  gibt es offene Angebote, Schulkooperationsprojekte, Einzelfallhilfen und sozialräumliche Angebote, Angebote der Berufsorientierung, und es ist Treffpunkt verschiedener Kulturvereine.

Gespräche über Glaubens- und Sinnfragen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Voraussetzungen für gute Gespräche mit den Jugendlichen. Wie gelingt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Offenen Jugendarbeit und der Jugendhilfe der Dialog mit jungen Menschen in Glaubens-, Sinn- und Wertfragen? Sie arbeiten im Kontext von Interkulturalität. Das fordert von ihnen eine hohe Sensibilität für Differenz.

Glaube ist vielen Jugendlichen wichtig

Die Kolleginnen und Kollegen erleben, dass Glaube und Spiritualität für viele Jugendliche eine große Bedeutung haben. Der Workshop leistete einen Einstieg in das Thema. Wichtige Fragen sollen in weiteren Schritten bearbeitet werden: Wie gehen wir damit um, wie können wir uns mehr auf das Thema einlassen und sprachfähiger werden? Was tun wir, wenn Jugendliche einen ausgrenzenden, dogmatischen Gottesglauben vertreten? Und wie kann andererseits ein persönlicher Glaube zu einer wertvollen Ressource zur Lebensbewältigung werden?

Zur Themenübersicht

Hochschulkooperation. Brückenschlag nach Kassel.

Auf Einladung von Prof. Dr. Germo Zimmermann stellten Sylke Kösterke und Michael Tüllmann am 1. Dezember das Konzept der religions- und kultursensiblen Pädagogik an der CVJM Hochschule in Kassel im Forschungskolloquium der Professorenkonferenz vor.

Hochschulkooperation zwischen Kassel und Hamburg

Prof. Germo Zimmermann wirbt dafür, dass sich Sozial- und Gemeindepädagoginnen und –pädagogen auch als Forschende in ihrer Praxis betätigen. Er äußerte nach der angeregten Diskussion Interesse an einer Kooperation mit dem Hamburger Projekt. An der Hochschule sind viele Studierende eingeschrieben, die sich aktiv in der Jugendarbeit des CVJM und der evangelischen Kirche engagieren.

Offenheit und Authentizität

Eine der diskutierten Fragen war, wie eine Haltung der Offenheit und zugleich der Authentizität gelingt. Sie ist Voraussetzung für den Dialog auf Augenhöhe mit den Jugendlichen. Eine Studentin formuliert es so: “Wenn ich im Gespräch nach ‚meiner Wahrheit‘ gefragt werde, wie kann ich da den Rollenwechsel von der interessierten Pädagogin, die Fragen stellt, hin zur überzeugten Christin schaffen, die von ihrem Glauben nicht nur reden, sondern ihn auch weitergeben möchte? Und wie bleibe ich dabei authentisch?“

Zur Themenübersicht

© DAS RAUHE HAUS