Betreuung und Bildung für Menschen in und um Hamburg.

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Durch die vielen Spenden, die uns in den letzten Jahren erreicht haben, konnten wir bereits viele Menschen unterstützen, ihnen helfen, ihre Lebensperspektiven zu verbessern und neue Projekte auf den Weg bringen. Herzlichen Dank an alle, die uns unterstützt haben! Die Projekte, die durch Spendengelder ermöglicht wurden, spiegeln die Vielfalt unserer Arbeit wider.

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Hamburg entdeckt!

Eigentlich würden sie ihre Stadt ja ganz gut kennen, hatten die Teilnehmer anfangs erzählt. Doch dieser Hamburg-Trip rief immer wieder Erstaunen hervor. Sechs  Menschen mit Behinderung und zwei Betreuerinnen hatten Ende November ein Hamburg-Wochenende mit Übernachtung in der Jugendherberge am Stintfang und buntem Rahmenprogramm erlebt.

„Viele waren erstaunt, was alles zur Stadt Hamburg gehört“, erzählt Julia Grähling, die die Gruppe begleitet hat. Es war spannend, mit den Doppeldeckerbussen durch die Stadt zu touren, zu erfahren, woher das Portugiesenviertel seinen Namen hat oder dass die Beatles im Kaiserkeller aufgetreten sind.

Eigentlich dürfen Hamburgs Einwohner nicht in der stadteigenen Jugendherberge übernachten, doch für die Gruppe aus dem Rauhen Haus war eine Ausnahme gemacht worden, so dass die meisten Ziele gut erreichbar waren. Längere Fußwege blieben allerdings immer noch, da nicht alle U-Bahnhöfe barrierefrei sind. Doch darüber hinaus gab es nur positive Rückmeldungen aus der Gruppe: ein gelungenes Heimat-Erlebnis! Die Reise war durch Spendengelder ermöglicht worden und soll nach Möglichkeit im kommenden Jahr wiederholt werden.

Hamburger Füchse: Bildungschancen für alle Kinder.

Das Rauhe Haus unterstützt mehr als 30 Hamburger Schulen mit Beratungs- und Gruppenangeboten. Dazu gehören auch die „Hamburger Füchse“ an einer Grundschule im Osten Hamburgs. Das Rauhe Haus schlägt eine Brücke zwischen Schule, Eltern und zusätzlicher Betreuung und schafft so bessere Chancen für Kinder in der Schule und im Alltag. Katja Röschmann arbeitet mit den Füchsen. Die Sozialpädagogin aus der Kinder- und Jugendhilfe des Rauhen Hauses erzählt begeistert, wie das Leben mit den großen und kleinen Füchsen aussieht und was sie im Jahresrhythmus gemeinsam erlebt haben. 

Gemeinsames Kennenlernen
Elf Kinder zwischen anderthalb und fünfzehn Jahren gehören zu unserer Gruppe von kleinen und großen Füchsen, auch einige Eltern sind dabei. Während der Schulzeit treffen wir uns wöchentlich, in den Ferien gibt ein besonderes Ferienprogramm. Für die Großen haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: ein Kochprojekt, das fast gleichzeitig zum Gruppentreffen der „kleinen Füchse“ läuft. So haben die „großen Füchse“ Gelegenheit, Zeit mit den „kleinen Füchsen“ zu verbringen. Vor allem die Kleinsten werden in dieser Zeit liebevoll von den Älteren umsorgt. Dabei lernen sich alle Gruppenmitglieder gut kennen und haben viel Spaß, wenn wir zusammen etwas unternehmen. Wer Geburtstag hat, darf sich etwas wünschen, das dann gemeinsam umgesetzt wird. Der Fantasie der Kinder sind keine Grenzen gesetzt. Bei den Kleinen gab es Prinzessinnen-Geburtstage, ein „Star-Wars“- Abenteuer, eine Zeitreise in die Vergangenheit und Geburtstagsschwimmen. Die Großen wünschten sich gemeinsames Bowling oder ein Geburtstagspicknick mit Übernachtung. So stand im Laufe eines Jahres jedes Kind einmal im Mittelpunkt.

Auf die Bühne der Laeisz-Halle
Die „Hamburger Füchse“ waren auch musikalisch unterwegs. In den Frühjahrs- und Herbstferien haben sie an der Beat Obsession teilgenommen. In fünf Trommelworkshops konnten sie Rhythmus und Technik für ihren gemeinsamen Konzertauftritt in der Laeisz-Halle trainieren. Beim Abschlusskonzert wurden sie von ihren Familien begleitet und bewundert.

Draußen sein
2014 hatte schon aufregend begonnen. Im Rahmen eines Sozialpraktikums startete ein Graffiti-Künstler ein dreiwöchiges Projekt mit unseren Kindern. Genauso cool war der Unterricht im Skaten, so dass sie jetzt selbständig sicher fahren können. Wir waren im Frühjahr viel draußen unterwegs, haben Parks und Spielplätze entdeckt, Picknicks gemacht, waren im Kletterwald und Reiten. Eine „Füchsin“ hat so ihre Angst vor Pferden überwunden und ist begeisterte Reiterin. Im Sommer haben wir uns am Sommerferienprogramm der Elternschule Billstedt beteiligt. Ein Kinderfest, Familienfrühstücke, Spielnachmittage, ein Familienausflug nach Planten und Blomen und ein Tanznachmittag machten allen viel Spaß. Weil das Wetter so schön war, traf sich die Fuchsgruppe oft im Schwimmbad. Eines der Kinder schaffte sein erstes Schwimmabzeichen (Seepferdchen) und wurde in der Gruppe gebührend gefeiert. Viele Ausflüge haben den Füchsen ihre Stadt erschlossen: Wir waren zum Klettern auf dem Hafencityspielplatz, zum Grillen im Öjendorfer Park und Schlossgarten Bergedorf. Auch im Sommer wurden die Gruppentreffen mit Kochen, Backen, Basteln und Spielen abgerundet.

Gemeinsam kochen und essen
Im Herbst haben wir mit unserem Kochprojekt begonnen. Die Großen kochen und essen gemeinsam, manchmal werden sie von einem Profi unterstützt. Sie waren auf dem Großmarkt und haben im Schokoversum ihre eigene Tafel Schokolade kreiert. Für die „kleinen Füchse“ haben sie ein Kinderbüffet hergerichtet und zu Weihnachten wurde für die Familien ein Drei-Gänge-Menü serviert. Die „kleinen Füchse“ haben an einem Kunstprojekt teilgenommen, eine spannende Rallye im Zollmuseum durchlaufen, auf dem Markt Früchte zum Marmeladekochen gekauft und verarbeitet. Besonders beeindruckt waren die Füchse von der Nacht der Kirchen in Hamburg Horn: Beim Kindermusical „Josef und seine Brüder“ lernten sie Ballett kennen – und auch die Balletttänzer.

Abschluss mit Weihnachtsfeier und Lagerfeuer
Im Winter waren wir zweimal im Theater. Die mittleren Kindern haben im Schauspielhaus die „Artussage“ gesehen, die jüngeren haben im Jungen Schauspielhaus das Stück „ wann gehen die wieder“ besucht. Ein Weihnachtsmarkt und Schlittschuhlaufen sorgten für Adventsstimmung. Wir haben viele Plätzchen gebacken und Adventsgestecke gebastelt. Mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier mit Lagerfeuer und Gesang ging das Jahr der „Hamburger Füchse“ zu Ende. 

© DAS RAUHE HAUS