Projekt Sprungbrett

Den Übergang ins Berufsleben gestalten

Am 01.01.2024 ging das Projekt „Sprungbrett“ an den Start, welches den Übergang ins Erwachsenenalter für junge Menschen mit psychischer Erkrankung erleichtern soll. Die Mitarbeitenden begleiten sie bei ersten Schritten in eine berufliche Zukunft.

Die jungen Erwachsenen, an die sich das Projekt Sprungbrett richtet, haben üblicherweise die Erfahrung gemacht, dass gesundheitliche Belange lange Zeit im Vordergrund standen. Mit Beendigung der Schulpflicht fehlte häufig die Orientierung und Stabilität für das berufliche „Danach“. Erschwerend kommt hinzu, dass für junge Menschen, die beispielsweise in Wohngruppen oder noch zu Hause leben, spätestens mit Erreichen des 21. Lebensjahres die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe endet. Es muss sich nun selbstständig neu orientiert werden oder es tauchen Fragen zur Wohnsituation auf. In dieser Zeit des Umbruchs sind sie aber nicht allein: Das Projekt Sprungbrett bietet auch für existenzielle Themen konkrete Hilfe. 

Das Sprungbrett-Team unterstützt die jungen Teilnehmenden frühzeitig in der Phase der Neuorientierung und begleitet auch darüber hinaus nach Bedarf. Es gibt die Möglichkeit, in kleinen Gruppen von 4-8 Personen ein- bis zweimal wöchentlich an themenspezifischen Workshops in den Räumlichkeiten in Barmbek teilzunehmen. Zusätzlich finden regelmäßig Einzelgespräche mit den jeweiligen Job Coaches statt, da in einem Bezugssystem gearbeitet wird.

Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, Zukunftsvisionen zu entwickeln, über Fragen zur beruflichen Orientierung zu diskutieren und Arbeitsplätze sowie Informationsveranstaltungen von verschiedenen Anbietenden in Begleitung zu besuchen. Zukunftsperspektiven können unter anderem durch die Teilnahme an Workshops entstehen. Thematisch geht es hier neben Berufsfeldern und den eigenen Fähigkeiten beispielsweise auch um soziale Kompetenzen , die Stärkung von Ressourcen und den Abbau von Ängsten.

Während es Teilnehmende gibt, die bereits konkrete Berufswünsche haben und das Projekt Sprungbrett für weitere Orientierung und Struktur nutzen, gibt es wiederum andere, bei denen die Gesundheit und der Ausbau der Belastbarkeit im Vordergrund stehen. Das Besondere am Projekt Sprungbrett ist der partizipative Ansatz. Teilnehmer*innen sind gefragt, an Ideen für neue Workshops mitzuarbeiten oder bereits durchgeführte Workshops bedarfsorientiert zu verändern.

Eine Perspektive zu entwickeln, Pläne für die Zukunft zu schmieden und die eigenen Fähigkeiten zu erschließen - all dies kann sich sinnstiftend und stabilisierend auf die jungen Erwachsenen auswirken.  

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme an Sprungbrett haben, bieten wir ein unverbindliches Infogespräch an. Daraufhin würde ein Erstgespräch stattfinden. Da es sich um ein Pilotprojekt handelt, ist die Finanzierung zurzeit bereits geklärt und es besteht keine Antragspflicht. Dies macht es uns je nach Kapazitätslage möglich, kurzfristig zu starten. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Kontakt:

Lina Böhning Teamleitung 0170 9320 467 Fuhlsbüttler Straße 135 22305 Hamburg lboehning@rauheshaus.de

Das Team begleitet die jungen Menschen bei den ersten Schritten in eine berufliche Zukunft. Der Name "Sprungbrett" verrät bereits, dass es darum geht, Impulse aufzunehmen und zu verstärken: Gemeinsam mit den jungen Menschen einen Blick auf die Arbeitswelt zu werfen und sich Zeit zu nehmen, um individuelle Stärken, Interessen und auch Schwächen zu benennen. Die grundsätzliche Idee ist, den Teilnehmenden durch die Begleitung in dieser Lebensphase eine verlässliche Konstante zu sein und ihnen dabei zu helfen, handlungsfähig zu werden.