Betreuung und Bildung für Menschen in und um Hamburg.

Verlag und Shop

Die Stiftung Das Rauhe Haus. Viele Aufgaben, eine klare Struktur.

Die Stiftung Das Rauhe Haus ist eine der ältesten Einrichtungen der Diakonie in Deutschland. Sie engagiert sich mit 1.200 Mitarbeitenden an 100 Standorten in Hamburg und Schleswig-Holstein mit Betreuungs- und Bildungsangeboten für mehr als 3.000 Menschen. Die Stiftung gliedert sich in die Betreuungsbereiche Kinder- und Jugendhilfe, Sozialpsychiatrie, Pflege und Teilhabe mit Assistenz. Ebenfalls zum Rauhen Haus gehören die allgemeinbildende Wichern-Schule, die Ev. Berufsschule für Pflege und die Ev. Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie. 

zur Übersicht Über uns

Der Vorstand

 

Dr. Friedemann Green (Vorsteher)

Dr. Friedemann Green ist 1954 in Eckernförde geboren und aufgewachsen. Nach Schulbesuch, Zivildienst und sozialem Freiwilligendienst in England und den USA studierte er von 1978 bis 1985 Evangelische Theologie in Berlin und Hamburg. Nach seinem Vikariat in Hamburg-Lurup wurde er zunächst Gemeindepastor in der Hauptkirche St. Michaelis. Von 1988 bis 1992 arbeitete er als Pastor und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Kirche und Stadt der Universität Hamburg und promovierte zum Thema „Kirche und Stadtentwicklung“. 1992 wurde er Pastor in Sörup, Kirchenkreis Angeln, 1999 Propst des Kirchenkreises Eiderstedt. Seit Januar 2009 ist Pastor Dr. Friedemann Green Vorsteher des Rauhen Hauses.

Sabine Korb-Chrosch (kaufmännischer Vorstand)

Sabine Korb-Chrosch, geb. 1962, wuchs in Lampertheim (Hessen) auf. Nach ihrem Studium der Soziologie an der Universität Mannheim und Berlin, schloss sie ein zweites Studium der Betriebswirtschaft in Berlin an. Nachdem sie von 1998 bis 1999 Leiterin Forum Management und Prokuristin der Diakonischen Akademie Deutschland (DAD) in Berlin war, ging Sabine Korb-Chrosch 1999 nach Bremen und war dort als kaufmännischer Vorstand des Vereins für Innere Mission und des Diakonischen Werkes Bremen bis 2005 beschäftigt. Von 2005 bis 2008 war sie Geschäftsführerin der Diakoniewerk Martha-Maria Altenhilfe gGmbH und der Sozialwerk Martha-Maria gGmbH. Seit Juli 2008 ist Sabine Korb-Chrosch kaufmännischer Vorstand der Stiftung Das Rauhe Haus.

 

Der Vorstand wird vom Verwaltungsrat berufen. Er besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Vorstandsmitglieder müssen einer evangelischen Kirche angehören, die Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ist, und hauptberuflich in der Stiftung tätig sein.

zur Übersicht Über uns

Der Verwaltungsrat der Stiftung Das Rauhe Haus

Als Aufsichtsorgan berät, unterstützt und überwacht der Verwaltungsrat den Vorstand bei seiner Tätigkeit. Er kann Berichte anfordern und entscheidet im Rahmen seiner Aufsicht über Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Vorsitzender des Verwaltungsrats ist Dr. Walter Weber.

Die Mitglieder des Verwaltungsrats müssen einer evangelischen Kirche angehören, die Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ist. Sie sind ehrenamtlich ohne Vergütungen, sonstige Zuwendungen oder Ansprüche auf Mittel der Stiftung tätig. Unter den Mitgliedern des Verwaltungsrats sollen sich ein Arzt, ein Jurist und drei Mitglieder der Brüder- und Schwesternschaft des Rauhen Hauses sowie ein Mitglied der Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland befinden.


Mitglieder des Verwaltungsrats

Dr. Walter Weber (Vorsitzender)
Dr. Angelika Kempfert
Joachim Knuth
Jakob Leverkus
Katharina von Fintel
Dr. Horst Lorenzen
Diakon Hans-Hermann Gerdes
Diakonin Doris Hamer
Inge Wehling
Diakon Christian Heine
Johan Sieveking

zur Übersicht Über uns

Zahlen und Fakten. Kleine Betreuungseinheiten, viele Menschen.

Seit seinen Anfängen setzt Das Rauhe Haus auf kleine Betreuungseinheiten. So wie Johann Hinrich Wichern jeweils zehn bis zwölf Kinder in einem eigenen Familienhaus betreute, zählen die Wohngruppen und -gemeinschaften heute zwischen zwei und zehn Personen. Sie sind dezentral organisiert und befinden sich an rund 100 Adressen in Hamburg sowie im südlichen Schleswig-Holstein.

Die Kinder- und Jugendhilfe betreut rund 120 Kinder und Jugendliche in Wohngruppen. Etwa 625 Kinder und Jugendliche erhalten ambulante Hilfen in ihren Familien. 253 Kinder nehmen an der Ganztägigen Bildung und Betreuung (GBS) an der Wichern-Schule teil.

In der Sozialpsychiatrie werden rund 480 Menschen mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen unterstützt. Rund zwei Drittel von ihnen leben ambulant betreut in eigenen Wohnungen.

330 Menschen mit geistiger Behinderung werden vom Rauhen Haus betreut. 131 von ihnen leben in Wohnanlagen und -häusern, 57 leben ambulant betreut in selbstständigen Wohngemeinschaften. 127  Menschen mit geistiger Behinderung werden ambulant in ihrer eigenen Wohnung betreut.

Haus Weinberg, das Alten- und Pflegeheim auf dem Stiftungsgelände in Hamburg-Horn, bietet 73 Bewohnern ein Zuhause, überwiegend in Einzelzimmern. In der Kurzzeitpflege stehen 14 Plätze zur Verfügung.

Die Wichern-Schule unterrichtet  mehr 1.450 Kinder und Jugendliche in Grund- und Stadtteilschule sowie im Gymnasium. In der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie studieren 556 junge Menschen, 236 Frauen und Männer lassen sich in der Ev. Berufsschule für Pflege ausbilden.

Die Brüder- und Schwesternschaft des Rauhen Hauses hat rund 620 Mitglieder, die überwiegend ihre Ausbildung an der Ev. Hochschule gemacht haben.

Über 3.400 Menschen werden im Rauhen Haus betreut und ausgebildet. 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mehrheitlich in Teilzeit, sind in der Stiftung beschäftigt. Die Bilanzsumme des Rauhen Hauses beträgt etwa 70 Millionen Euro. 71 Prozent der Ausgaben sind Personalaufwendungen, 62 Prozent der Stiftungserlöse stammen aus öffentlichen Mitteln für Betreuungsleistungen. 1,7 Prozent seiner Einnahmen verdankt Das Rauhe Haus seinen treuen Spenderinnen und Spendern, 5 Prozent kommen aus Zuwendungen.

zur Übersicht Über uns

Unsere Geschichte. Von den Anfängen der Diakonie bis heute.

Das Rauhe Haus wurde 1833 von Johann Hinrich Wichern, dem großen evangelischen Sozialreformer und Kirchenvater des 19. Jahrhunderts, gegründet. Wicherns pädagogische, vor allem aber seine missionarischen und sozialpolitischen Ideen und Aktivitäten zogen über Hamburg hinaus Kreise und gaben 1848 auf dem Wittenberger Kirchentag den Anstoß zur Gründung der "Inneren Mission", dem Vorläufer all dessen, was heute als Diakonie bekannt ist.

zur Übersicht Über uns

Diakonisches Selbstverständnis und Grundbild. Unser Anspruch ist unsere Stärke.

Unsere gemeinsame Arbeit wird getragen von dem Anspruch, Menschen zu helfen. Grundlage für unser Handeln ist unser diakonisches Selbstverständnis, das unser Menschenbild prägt und uns leitet bei Fragen des gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens.

Bei aller Verschiedenheit stellen wir uns immer wieder der Aufgabe, die uns verbindende Orientierung zu beschreiben und uns darüber auszutauschen. Deshalb haben wir gemeinsam ein Grundbild entworfen, das die Werte, die Stärken und die Leistungen des Rauhen Hauses klar und verständlich formuliert.

Den Erfolg unserer Arbeit können wir dauerhaft sichern und steigern, wenn wir unser Potenzial bündeln und uns gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft stellen.

zur Übersicht Über uns

Diakonie ganz persönlich

Mitmenschlichkeit ist, wenn sie sich zeigt. Es lässt sich trefflich über Nächstenliebe reden – wirksam ist sie dort, wo sie in den Alltag einfließt, in unser unmittelbares Entscheiden und Handeln. Das gilt nicht nur für den privaten Bereich, sondern auch für das, was wir beruflich tun.

Wir haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefragt, wie sie persönlich Diakonie im Rauhen Haus erleben und was sie an ihrer Arbeit schätzen. Hier einige der Antworten, die wir bekommen haben.

zur Übersicht Über uns

Matthias Pienitz arbeitet als Teamleiter in einem Wohnhaus des Stiftungsbereichs Sozialpsychiatrie.

„Ich habe einen Beruf in der Sozialen Arbeit gewählt, um mich mit
anderen Menschen auf den Weg zu machen und Entwicklungen
in unserer Gesellschaft anstoßen zu können.“

„Bei meiner Arbeit in der Sozialpsychiatrie erlebe ich Menschen als extrem verletzlich,das berührt mich sehr. Die Seele schreit um Hilfe, wenn sie etwas nicht mehr verarbeiten kann. Wir schauen mit den Klienten nach Wegen, mit einer psychischen Erkrankung umzugehen. Dabei geht es nicht um das Herstellen einer vermeintlichen Normalität, sondern um Lebensqualität, um Freude und Anerkennung.
Meine Arbeit wird vom diakonischen Grundgedanken getragen, dass der Mensch mit seiner unveräußerlichen Würde im Mittelpunkt steht. Wir möchten Menschen eine hohe Verlässlichkeit bieten und sind an ihrer Seite. Spiritualität kann ein Angebot sein, wenn Menschen mit ihrem Leben, ihrer Erkrankung hadern – und mit Gott. Ihre spirituelle Bedürftigkeit bekommt bei uns Raum, wenn dies gewünscht wird.
Beim Rauhen Haus als diakonischem Arbeitgeber wird auch die Spiritualität der Mitarbeitenden gesehen und gefördert. Sie ist, neben der Professionalität im Handeln, einzweiter Kompass, die bei der Arbeit immer mitschwingt.“

Matthias Pienitz

zur Übersicht Diakonie ganz persönlich

K. Knutzen arbeitet mit Menschen mit Behinderung im Stiftungsbereich Teilhabe mit Assistenz.

„Mit Menschen solidarisch sein, die im Schatten
unserer Gesellschaft stehen, finde ich wichtig.“


„Empathie, Kommunikation und Einsatzbereitschaft sind meine Stärken, die ich in meiner Arbeit beim Rauhen Haus gut einsetzen kann. Meine Ressourcen passen für die Soziale Arbeit, deshalb empfinde ich meinen Beruf viel mehr als Bereicherung denn als Belastung.
Mein Glaube gehört für mich selbstverständlich dazu – ich lebe ihn in den Werten, die ich für andere verkörpere. Dazu gehört für mich eine Gemeinschaft, die schützt und stützt, die neben dem „Wir“ auch das „Ich“ und das „Du“ zulässt und die einen wohlwollenden Blick auf die Vielfalt der Menschen hat. Gott nimmt jeden Menschen an, wie er ist.
Das Engagement der Ev. Hochschule im Winternotprogramm hat mich besonders beeindruckt. Hier erlebe ich exemplarisch die diakonische Selbstverpflichtung des Rauhen Hauses. Wir strecken eine helfende Hand aus für Menschen, die am Rand unserer Gesellschaft leben und die viele gar nicht sehen wollen – die sich auch nicht gern zeigen, weil sie sich schämen für ihr Leben. Wir sind für sie da, doch wir lassen ihnen ihre Souveränität und Selbstbestimmung.
Ich vertraue darauf, dass jeder Mensch ein Potenzial hat, auch wenn er selbst es manchmal nicht erkennen kann. In meiner Arbeit will ich Chancen eröffnen.“

K. Knutzen

zur Übersicht Diakonie ganz persönlich

Christina Cornels leitet ein ambulantes Team in der Kinder- und Jugendhilfe.

„Ich glaube an die Kraft und das Potenzial eines jeden Menschen,
egal wo er herkommt oder welches Gepäck er mitbringt.“

„Kinder sind das schwächste Glied in der Kette. Ihre Ressourcen und Möglichkeiten zu unterstützen und zu fördern, habe ich in meiner Arbeit stets im Blick, das ist mir sehr wichtig. Mit Förderung und guten Bindungen können wir für Kinder und Jugendliche etwas bewegen – und gleichzeitig auch für uns selbst und unsere Gesellschaft. Mein Menschenbild prägt meine Umgebung, denn ich lebe das, was mir wichtig ist: Empathie, Respekt, Achtung vor der Würde des anderen.
Spiritualität kann eine kraftvolle Ressource für Menschen sein. Bei meiner Arbeit mitminderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen spielt die Frage nach dem Glauben einegroße Rolle. Verständnis für andere Glaubensentwicklungen zu haben, erfordert vielGroßzügigkeit – gleichzeitig schärft die Auseinandersetzung damit das eigene spirituelleProfil.
Das Rauhe Haus erlebe ich als einen diakonischen Arbeitgeber, der sich sehr mitreligions- und kultursensiblen Themen auseinandersetzt und Diskussionen fördert. Dasbetrifft auch das Selbstverständnis, das den Mitarbeitenden nicht von oben verordnetwird, sondern das gemeinsam in einem flexiblen Prozess weiterentwickelt wird.“

Christina Cornels

zur Übersicht Diakonie ganz persönlich

Publikationen. Für Hamburg und seine Menschen.

Das Rauhe Haus informiert regelmäßig über seine Arbeit und über interessante Fachpublikationen. Wenn Sie mehr erfahren möchten über das, was wir tun, über die Menschen, mit denen wir zusammen arbeiten, oder über die Themen, die uns beschäftigen, können Sie sich hier genauer informieren.

zur Übersicht Über uns

Publikationen

Ansprechrechpartnerin:
Ulrike Großbongardt

Beim Rauhen Hause 21
Tel. 040 / 655 91-113
ugrossbongardt@rauheshaus.de

Jahresberichte. Was alles wichtig war.

Die Bandbreite der Themenstellungen des Rauhen Hauses ist groß: von der Kinder- und Jugendhilfe zur Wichern-Schule, der Sozialpsychiatrie zur Teilhabe mit Assistenz, der Pflege bis zur Ausbildung.  Über alle Themen, die uns im Laufe des Jahres beschäftigt haben, über neue Angebote, veränderte Strukturen oder aktuelle Zahlen geben unsere Jahresberichte Auskunft. 

zur Übersicht Publikationen

Der Rauhhäusler Bote. Ein Blick hinter die Kulissen.

Der Rauhhäusler Bote erscheint zweimal im Jahr. Er berichtet über aktuelle Projekte und stellt Menschen vor, die im Rauhen Haus arbeiten, hier ausgebildet oder betreut werden. Im aktuellen Boten geht es unter anderem um einen Lehrer der Wichern-Schule, für den sich ein Traum erfüllte und den Trialogischen Triathlon, bei dem das Rauhe Haus in diesem Jahr mit 25 Teams an den Start ging. 

zur Übersicht Publikationen

Der Spendenbericht. Ein Blick auf Projekte und Finanzen.

Viele unserer Projekte, insbesondere innovative, werden nur durch den Einsatz von Spenden ermöglicht. So können wir Jahr für Jahr kleine und große Vorhaben realisieren, die unsere Arbeit in allen Stiftungsbereichen ergänzen. Mit dem Spendenbericht zeigen wir an einigen Beispielen, wie wir die Spenden des vergangenen Jahres eingesetzt haben. In Ergänzung zum Jahresbericht des Rauhen Hauses geben wir außerdem einen genauen Überblick über die Höhe der Spendeneinnahmen, ihre Verteilung auf die einzelnen Stiftungsbereiche sowie die Kosten der Spendenwerbung.

 

 

zur Übersicht Publikationen

Tagen im Rauhen Haus. Wir geben Ihnen Raum.

Das Rauhe Haus bietet ideale Bedingungen für größere und kleinere Tagungen: den Wichern-Saal mit bis zu 250 Plätzen, das Alte Haus mit einem Sitzungsraum für bis zu 30 Personen und moderner Küche sowie das Café-Restaurant "Amanda's" auf dem Stiftungsgelände. Nutzen Sie unsere Räumlichkeiten für Ihre Veranstaltung. Wir informieren Sie gern über alles Weitere.

 

zur Übersicht Über uns

Tagen im Rauhen Haus 

Ansprechpartnerin: Anja Habermann

Beim Rauhen Hause 21 
22111 Hamburg 
Tel. 040 / 655 91-213
Fax 040 / 655 91-174
ahabermann(at)rauheshaus.de 

Besuchen Sie Das Rauhe Haus. Wir zeigen Ihnen gern wer wir sind.

Mit einer Führung über unser Stiftungsgelände erfahren Sie viel über die Geschichte des Rauhen Hauses und unsere Arbeit heute. Wenn Sie Lust haben zu hören und zu sehen, was Das Rauhe Haus ist, bieten sich unsere kostenlosen Führungen an. Für weitere Informationen oder Ihre Anmeldung klicken Sie bitte auf den Link rechts neben dem Rand dieses Textes.

 

zur Übersicht Über uns

Alles hat seine Zeit. Das Kirchenjahr und wie wir es im Rauhen Haus leben

Das Kirchenjahr bietet mit der regelmäßigen Wiederkehr der Feste und Feiertage Orientierung und Beständigkeit – auch für uns im Rauhen Haus.

zur Übersicht Über uns

Weihnachtskreis


Die Adventszeit

Das Kirchenjahr beginnt still und leise mit dem Anzünden der ersten Kerze am Adventskranz. Der Advent soll eine Zeit der Vorbereitung auf die Geburt Jesu sein, eine Zeit der Ruhe und der Besinnung.
Im Rauhen Haus feiern wir diese Zeit mit dem traditionellen Wichern-Adventskranz, der für jeden Tag vom 1. Advent bis Heiligabend eine Kerze trägt.
Es gibt den Wichern-Adventskranz auch online. Auch hier zünden wir jeden Tag eine weitere – virtuelle – Kerze an. Verbunden damit ist ein kleiner Denkanstoß, eine kleine Freude. Wenn auch Sie gern vom 1. Advent bis Heiligabend täglich eine kleine Freude lesen möchten, dann melden Sie sich einfach für unseren Newsletter an.

Der „Lebendige Advent“ wandert in der Adventszeit von Montag bis Freitag durch unsere Stiftung: Verschiedene Bereiche der Stiftung laden Kolleginnen und Kollegen zu 15 adventlichen Minuten ein – mit Geschichten, vielleicht einem Lied, Punsch und Keksen.

Am Nikolaustag werden die drei Kinderbischöfe der Wichern-Schule in ihr Amt eingeführt. In dem Gottesdienst in der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern halten die Fünftklässler die Predigt. Sie treten zum Beispiel für Kinderrechte und eine saubere Umwelt ein. Mit dem jeweiligen Thema haben sich alle Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen in den Wochen zuvor ausgiebig befasst.

Weihnachtszeit

Jesus Christus ist geboren. Gott zeigt seine Liebe. Gott wird Mensch und kommt uns ganz nah. An unterschiedlichen Orten feiern wir diese gute Botschaft mit Gottesdiensten und Andachten.

Epiphaniaszeit

Drei Weise brechen auf und folgen einem besonderen Stern. Am Ende ihrer Reise finden sie mit Jesus das göttliche Kind, den neugeborenen König. Der Stern ist das Zeichen ihrer Hoffnung. Seit dem 6. Jahrhundert ziehen Sternsinger, meist verkleidete Kinder, durch die Gemeinden. Sie schreiben den Segen „C + M + B“ – das heißt: Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus) – an jede Haustür, dazu die geteilte Jahreszahl. Auch in unserer ersten Andacht im neuen Jahr segnen wir die Menschen, die in unseren Häusern ein- und ausgehen.

zur Übersicht Kirchenjahr

Osterkreis

Passionszeit

Karneval, Fasching, Masken – es geht noch einmal ausgelassen zu, bevor am Aschermittwoch die stille Passions- und Fastenzeit beginnt. Sie ist eine Zeit des Innehaltens und der Umkehr. Sieben Wochen begleiten wir Jesus auf seinem Weg durch das Leiden, das heißt in Passionsandachten. Mit dem Einzug in Jerusalem am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, beginnt die Stille Woche: Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, Karfreitag an die Kreuzigung und den Tod Jesu.

Ostern

Nach der Trauer kommt die Freude: Jesus ist auferstanden! Der Tod hat nicht das letzte Wort. Jesus lebt. Das feiern wir mit Gottesdiensten und Andachten etwa im Haus Weinberg und auf dem Kattendorfer Hof.

Himmelfahrt

Jesus kehrt zurück zu Gott. Er kehrt zurück in den Himmel, verspricht aber, dass er uns nie alleinlassen wird. Dies lässt sich gut unter freiem Himmel feiern – mit einem Gottesdienst in der Wohnanlage auf dem Gräflingsberg in Henstedt-Ulzburg.

Pfingsten

Jesus hatte versprochen, dass er uns den Heiligen Geist schicken werde – einen Wegbegleiter und Tröster, einen Geist der Liebe und der Zuversicht. Pfingsten tritt genau das ein. Gottes Geist erfüllt die Menschen – bis heute. In guter Tradition feiern wir dieses Fest gemeinsam mit der Kirchengemeinde zu Hamburg-Hamm am Teich auf dem Stiftungsgelände.

zur Übersicht Kirchenjahr

Trinitatiszeit

Heilige Dreieinigkeit

Sie beginnt mit dem Trinitatisfest. Wir erinnern uns, dass Gott ein Gott ist, er uns aber in drei Formen begegnet: als Schöpfer, in Jesus Christus und im Heiligen Geist. Die folgenden Wochen der Trinitatiszeit nehmen die Gemeinschaft und unser Verhältnis zu Gott in den Blick: Wie gestalten wir unser Leben? Was braucht ein Mensch? Gemeinsames Nachdenken über Gott und die Welt und gemeinsam handeln, um das Beste daraus zu machen.

Besondere Tage sind der Erntedanktag und der Reformationstag, die wir mit Gottesdiensten feiern.

Ende des Kirchenjahres

Der Ewigkeitssonntag beschließt das Kirchenjahr. Wir gedenken der Verstorbenen im Haus Weinberg und bedenken die eigene Endlichkeit. Trotzdem steht nicht der Tod im Vordergrund, sondern die christliche Hoffnung auf die Auferstehung. Die Kerzen, die für die Verstorbenen entzündet werden, lassen schon das Licht erahnen, das mit der ersten Kerze am Adventskranz wieder leuchten wird.

zur Übersicht Kirchenjahr

Das Rauhe Haus und der Adventskranz. Johann Hinrich Wichern als Erfinder.

Johann Hinrich Wichern (1808–1881), Gründer des Rauhen Hauses, gilt als Erfinder des Adventskranzes. Er stellte 1839 im damaligen Betsaal auf dem Stiftungsgelände in Hamburg-Horn den ersten Adventskranz der Welt auf.

Anders als der heute in Europa verbreitete Kranz mit vier Kerzen, trug er für jeden Tag bis zum Heiligen Abend eine große weiße für die Sonntage und kleine rote für die Werktage. Wichern wollte die vielen Kinder im Rauhen Haus damit erfreuen und die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest sinnlich erfahrbar machen.

Der Brauch mit dem originalen Kranz – in diesem Jahr trägt er insgesamt 23 Kerzen – wird in den Einrichtungen des Rauhen Hauses an vielen Orten in der Stadt noch heute gepflegt. So halten zum Beispiel die Grundschüler der Wichern-Schule an jedem Morgen der Adventszeit eine kleine Andacht mit dem Kranz von Wichern in der Schulkapelle.

Im Rauhen Haus sind verschiedene wunderschöne Karten mit dem Adventskranz zu erhalten und auch ein Büchlein, das diese Geschichte erzählt.

Eine kleine Freude jeden Tag.
Es gibt den traditionellen Wichern-Adventskranz auch online. Hinter jeder seiner virtuellen Kerzen verbirgt sich ein kleiner Denkanstoß, eine vorweihnachtliche Inspiration. Wenn Sie gern vom 1. Advent bis Heiligabend täglich eine kleine Freude in Ihrem E-Mail-Postfach finden möchten, melden Sie sich einfach für unseren Newsletter an.

Gesegnete Weihnachten!

 

zur Übersicht Über uns

© DAS RAUHE HAUS