Vier Bischöfinnen im Gespräch: Ein Besuch bei Kirsten Fehrs

| Wichern-Schule

Die drei Kinderbischöfinnen Amilia Schmidt, Paula Lüdtke, Anastasia Koloda der Wichern-Schule besuchten Bischöfin Kirsten Fehrs in ihrer Kanzlei.

Vier Bischöfinnen im Gespräch: Ein Besuch bei Kirsten Fehrs

Vier Bischöfinnen an einem Ort, das hat Seltenheitswert, befand Kirsten Fehrs bei der Begrüßung ihrer jungen Amtskolleginnen in ihrer Bischofskanzlei in der Hafencity. Herzlich lud sie ihre Schwestern zu einem Gespräch ein und ließ sich vom diesjährigen Thema der Kinderbischöfinnen berichten: „Für eine Anerkennung unserer Vielfalt: Wir sind nicht gleich, aber alle gleich wertvoll! Wir wollen Beteiligung und Gleichberechtigung für alle Kinder.“ Ein Thema, das auch Kirsten Fehrs sehr am Herzen liegt. Lebhaft tauschte sie sich mit Amilia, Paula und Anastasia über Inklusion aus und berichtete von ihren Erfahrungen beim Dialog der Stille, den auch die Schülerinnen im Rahmen ihrer Amtszeit noch besuchen werden. 

Kinderbischöfinnen bestaunen das Ornat von Kirsten Fehrs

Beim Rundgang durch die Bischofskanzlei durften die Mädchen im Büro von Kirsten Fehrs sogar einen Blick in den Kleiderschrank mit dem Ornat werfen. Besonders beeindruckt zeigten sich Amilia, Paula und Anastasia vom Kreuz der Bischöfin, das aus echtem Gold ist. Augenzwinkernd erzählte ihnen Kirsten Fehrs, dass sie einmal wegen dieses Kreuzes in ihrer Tasche an der Sicherheitskontrolle im Bundestag aufgehalten wurde und ihren gesamten Tascheninhalt zeigen musste, da das Kreuz für einen Vierkantschlüssel gehalten wurde. 

Thema der Kinderbischöfinnen: Gleichberechtigung und Inklusion

Nach dem Besuch der Bischöfin warten auf Amilia, Paula und Anastasia noch zwei weitere ereignisreiche Monate als Kinderbischöfinnen bevor ihre Amtszeit im April mit einem großen Ausführungsgottesdienst endet. Gemeinsam mit ihren Mitschüler*innen der 6. Klassen von Stadtteilschule und Gymnasium befassen sie sich weiter mit ihrem Thema Gleichberechtigung und Inklusion und besuchen verschiedene soziale Einrichtungen - auch innerhalb der Stiftung Das Rauhe Haus. Außerdem ist ein Besuch bei Ulrike Kloiber, der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, geplant. Alle Erfahrungen nehmen die Kinderbischöfinnen mit zurück in die Schule.

Seit 1994 werden alljährlich Schüler*innen der Wichern-Schule als die drei Hamburger Kinderbischöf*innen eingeführt. Sie setzen sich seitdem mit ihren Klassen für bessere Lebensbedingungen und die Rechte der Kinder in Hamburg ein. Sie wollen Sprachrohr für Kinder und Kindheit in der Metropole sein.

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Von links: Anastasia, Paula und Amilia mit Bischöfin Kirsten Fehrs (Foto: Wallocha)