Kinderbischöfinnen zu Besuch im Hamburger Rathaus
Schon beim Betreten des historischen Gebäudes zeigten sich die Sechstklässler*innen beeindruckt von der Atmosphäre des Rathauses. Doch im Mittelpunkt des Besuchs stand nicht die Architektur, sondern der direkte Austausch. Ulrike Kloiber begrüßte die Gruppe persönlich und nahm sich viel Zeit, um ihre Arbeit verständlich zu erklären und die Fragen der Schüler*innen zu beantworten.
Ihr diesjähriges Thema: „Für eine Anerkennung unserer Vielfalt: Wir sind nicht gleich, aber alle gleich wertvoll! Wir wollen Beteiligung und Gleichberechtigung für alle Kinder“ hatte die Kinderbischöfinnen und ihre Assistent*innen ins Rathaus geführt und bei Ulrike Kloiber waren sie damit goldrichtig. Die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung berichtete von ihrer Vermittlerinnenrolle zwischen Bürger*innen und den Behörden, bei der es darum geht, die Inklusion in der Gesellschaft zu bestärken, weil alle Menschen einen Platz in unserer Gesellschaft haben sollen.
Kein Tag wie der andere
Einen typischen Arbeitstag gäbe es in ihrem Job eigentlich nicht, beantwortete Ulrike Kloiber die Frage der Schüler*innen. Sie habe sehr viele Termine, so dass jeder Tag unterschiedlich sei. Die regelmäßige Teilnahme an Senatssitzungen gehört ebenso dazu wie Ortstermine bei Verbänden und an Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung oder der Besuch eines Blindenfußballspiels. Alle zwei Jahre verfasse sie einen Bericht über ihre Arbeit. Ein gedrucktes Exemplar überreichte sie den Kindern, die sich dort noch genauer über die Arbeit der Senatskoordinatorin informieren können.
„Mein Wunsch ist eine Welt, in der jeder Mensch dazugehört“
Den Schüler*innen gab sie mit auf den Weg mutig zu sein, sich Ungerechtigkeit entgegenzustellen und niemanden auszuschließen. Barrierefreiheit sei nicht nur physisch zu verstehen, sondern letztendlich eine Haltungsfrage. Ihr ginge es auch um die Barrieren im Kopf. „Ich wünsche mir, dass Vielfalt normal ist. Mein Wunsch ist eine Welt, in der jeder Mensch selbstverständlich dazugehört.“, erklärte Ulrike Kloiber zum Abschluss.
Seit 1994 werden alljährlich Schüler*innen der Wichern-Schule als die drei Hamburger Kinderbischöf*innen eingeführt. Sie setzen sich seitdem mit ihren Klassen für bessere Lebensbedingungen und die Rechte der Kinder in Hamburg ein. Sie wollen Sprachrohr für Kinder und Kindheit in der Metropole sein.
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Die Kinderbischöfinnen, ihre Assistent*innen und Senatskoordinatorin Ulrike Kloiber (M.) im Rathaus. (Foto: Engelken)