10 Jahre Wohnen und Leben am Kesselflickerweg
Als gemeinsames Bauprojekt waren drei neue Gebäude entstanden, in denen 51 Menschen mit psychischer Erkrankung ein neues Zuhause fanden. Zwei der Wohnhäuser betreibt Das Rauhe Haus. Hier leben 30 Mieter*innen, die meisten in Einzelapartments. Im dritten Gebäude, das zur Stiftung Freundeskreis gehört, sind drei Wohngemeinschaften untergebracht. Zwischen den Wohnhäusern liegt ein weiteres Gebäude, das den Klient*innen als Treffpunkt für Freizeitangebote und Beratung zur Verfügung steht.
„Ein Ort, an dem sich Menschen angenommen fühlen“
Rund um diesen Pavillion wurde trotz regnerischem Wetter fröhlich gefeiert. Vorsteher Dr. Andreas Theurich bemerkte in seinem Grußwort, dass das bunt geschmückte Gelände schon von weitem einen „Strom der Herzenswärme“ aussenden würde. Teamleiterin Lisa Miller bedankte sich in ihrer Ansprache bei ihren Mitarbeitenden und allen anderen, die „dazu beitragen, dass dies ein Ort ist, an dem sich Menschen sicher, angenommen und gesehen fühlen.“ Die Klient*innen darin zu unterstützen, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen, dass sei ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit. „Wir können hier sehr gut individuell beim Wohnen und beim Leben unterstützen“, ergänzte Susanne Kandt vom Freundeskreis. Auch sie hat ein Büro im Treffpunkt Kessel. Im Team von Lisa Miller arbeiten 14 Mitarbeit*innen des Rauhen Hauses. Gemeinsam mit dem Team der Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll begleiten sie rund 80 Klient*innen in den umliegenden Wohnhäusern sowie im angrenzenden Stadtteil.
Erfolgreiches Projekt
Das Bauprojekt im Kesselflickerweg war vor zehn Jahren im Rahmen der Ambulantisierung der Sozialpsychiatrie entwickelt worden. Viele Bewohner*innen waren damals aus der stationären Betreuung (heute besondere Wohnform) dort eingezogen. Michael Schröder hat den Start des Projekts als Mitarbeitender begleitet: „Durch die Nähe zu uns als Ansprechpersonen und zur medizinischen Versorgung kommen die Klient*innen in der Regel gut zurecht.“